Trading

2 Min. Lesezeit
15.02.2019

Margin-Nutzung: Behalten Sie Ihre gewohnte Handelsstrategie einfach bei

Höheres Risiko aufgrund höherer Margin? Nein! Wir erklären anschaulich, warum die Höhe der Margin beim Traden keinen Einfluss auf Ihr Risiko hat.

Margin-Nutzung: Behalten Sie Ihre gewohnte Handelsstrategie einfach bei

Als Ergebnis der Maßnahmen durch die zentraleuropäische Regulierungsbehörde (ESMA), die Anfang August 2018 in Kraft getreten sind, wurde eine industrieweite Entscheidung zur Begrenzung der handelbaren Hebel für Privatkunden getroffen.

Abhängig davon, wie intensiv Sie Ihr vorhandenes Kapital bisher als Margin genutzt haben, können Sie wahrscheinlich auch jetzt noch Ihre gewohnte Handelsstrategie (insbesondere in Bezug auf die Handelsgröße) umsetzen.

Die nachfolgenden Vergleiche zur Marginanforderung eines Trades vor den ESMA-Änderungen im Vergleich zu den jetzigen Anforderungen soll Ihnen dies verdeutlichen.

Die Beispiele basieren auf einem mit 5.000€ kapitalisierten Konto und dienen lediglich der Veranschaulichung. Die reale Marktsituation kann hiervon abweichen.


Germany 30

Der Germany 30 wird bei 11.999/12.000 gehandelt. Sie gehen mit 5 Kontrakten Germany 30 Rolling (1 EUR Kontrakt) CFDs „long“ bei 12.000.

     
     

Bei einem maximalen Hebel von 100:1 (oder 1%) betrug die Marginanforderung vorher 600€.

     

Nach den ESMA-Maßnahmen beträgt der maximale Hebel jetzt 20:1 (oder 5%). Die Marginanforderung liegt nun bei 3.000€.

Sie handeln in beiden Szenarien ein Gesamtvolumen von 60.000€. Bei einem Anstieg des Dax um 10 Punkte, machen Sie bei Schließung beider Positionen den gleichen Gewinn (50€).


EUR/USD

Der EUR/USD wird bei 1,14993/1,15000 gehandelt. Sie gehen mit 5 Kontrakten EUR/USD Spot Mini CFDs „long“ bei 1,15000.
 

     
     

Bei einem maximalen Hebel von 100:1 (oder 1%) betrug die Margin zuvor 575$.

     

Nach den ESMA-Interventionen liegt der maximale Hebel nun bei 30:1 (oder 3,33%). Die Marginanforderungen beträgt damit jetzt rund 1.917$.

Sie handeln in beiden Szenarien ein Gesamtvolumen von 57.500$. Steigt der EUR/USD um 90 Pips, machen Sie in beiden Fällen ein Plus von 450$.


Brent Crude Oil

Brent Crude Oil wird bei 79,94/80 gehandelt. Sie gehen mit 5 Kontrakten Brent Crude Oil Mini CFDs „long“ bei 80.
 

     
     

Bei einem maximalen Hebel von 50:1 (oder 2%) mussten Sie zuvor eine Margin in Höhe von 800$ hinterlegen.

     

Nach den ESMA-Änderungen liegt der maximale Hebel nun bei 10:1 (oder 10%) und Sie müssen jetzt eine Margin von 4.000$ hinterlegen.

Sie handeln hierbei mit einem Gesamtvolumen von 40.000$. Der Ölpreis legt um 1$ zu, damit machen Sie in beiden Fällen einen Gewinn von 500$.

Nach ESMA-Änderungen = Höhere Margin – gleiches Risiko

Mit den ESMA-Änderungen erhöht sich wie oben gezeigt die Kapitalanforderung zur Eröffnung von Positionen. Ihr Risiko in Bezug auf das gesamte vorhandene Kapital bleibt jedoch das gleiche. Sie können also wie gewohnt an den Finanzmärkten dieser Welt partizipieren!



Die oben erwähnten Markteinschätzungen und Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung des Autors wider und nicht die von ayondo. Dieser Service ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und stellt keine Beratung oder Investmentempfehlung dar.