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Öl – Wunschanalyse

Ölpreis: Crash mit Ansage

Für viele Autofahrer hätte das Jahr kaum besser beginnen können. Tanken macht wieder Spaß, wenn der Liter Diesel weniger als 90 Cent kostet. Auch rohstoffhungrige Unternehmen freuen sich über den Preisverfall, die Lufthansa-Aktie war zum Jahreswechsel im Höhenflug. An den Finanzmärkten sorgt die Entwicklung beim schwarzen Gold hingegen für Katerstimmung, denn Öl gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Weiterlesen

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Eine Einführung in den Rohstoffhandel

Rohstoffe zählen zu den auf Social Trading-Webseiten sehr häufig gehandelten Posten. Viele dieser Rohstoffe sind für uns alle fest im Alltag verankert – Weizen und andere Nahrungsmittel zum Beispiel werden sehr aktiv gehandelt, aber auch Baustoffe wie Kupfer oder Eisen sind beliebte Handelsobjekte.

Im Allgemeinen unterscheidet man solche Produkte, die geerntet werden, von solchen, die aus der Erde gefördert werden müssen. Erstere nennt man häufig “soft commodities” oder, auf Deutsch, Agrarprodukte; letztere bezeichnet man dagegen als “hard commodities” oder harte Rohstoffe. Zu den Agrarprodukten zählen zum Beispiel Kaffee, Kakao, Zucker, Mais, Weizen und Sojabohnen. Die bekanntesten harten Rohstoffe sind Öl, Gold und die anderen Edelmetalle.

Neulingen beim Rohstoffhandel wird manchmal empfohlen, sich auf die harten Rohstoffe zu konzentrieren, weil die Märkte der Agrarrohstoffe stark von den Aktionen großer Nahrungsmittelhersteller abhängen. Das kann zu unvorhersehbaren Marktbewegungen führen, die man als Anfänger nur schwer einzuschätzen weiß. Allerdings ist auch die richtige Beurteilung der harten Rohstoffe sicher eine Frage der Erfahrung.

Ganz generell gilt, dass die Rohstoffmärkte recht unbeständig sein können – und genau das macht sie für risikofreudige Investoren so attraktiv. Mit ein wenig Geschick kann man hier große Gewinne in relativ kurzen Zeiträumen erzielen.

Der Rohstoffhandel wird in einem höheren Maße als andere Märkte von Angebot und Nachfrage bestimmt. Während dieses Prinzip im Normalfall recht verlässlich funktioniert, kann es ziemlich komplex werden, wenn es auf sogenannte Terminkontrakte angewandt wird, wie es im Rohstoffbereich Gang und Gäbe ist. Terminkontrakte sind Vereinbarungen, die eine Lieferung des betreffenden Rohstoffs zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkt festlegen.

Da sich die Preise sowohl für harte Rohstoffe als auch Agrarprodukte im Allgemeinen zyklisch entwickeln, besteht die Kunst beim Rohstoffhandel darin, die Preiszyklen richtig vorherzusagen. Wenn das Angebot niedrig ist, wird der Preis eines Rohstoffes ansteigen, wenn dagegen die Nachfrage gering ist, geht der Preis nach unten.

Hier sollte man beachten, dass Agrarrohstoffe von einer Reihe an externen Faktoren beeinflusst werden können. Besonders zu nennen sind hier natürlich witterungsbedingte Probleme mit Ernten, die völlig überraschend eintreten können. In solchen Fällen können die Preise für betroffene Agrarprodukte quasi über Nacht extrem in die Höhe schnellen.

Auf der anderen Seite können die Preise von harten Rohstoffen plötzlich fallen, wenn zum Beispiel  die Neuigkeit an die Öffentlichkeit gelangt, dass China – das derzeit bei fast allen harten Rohstoffen im Verbrauch weltspitze ist – große Reserven der fraglichen Substanz aufgebaut hat.

Auch makro-ökonomische Trends können Effekte auf Rohstoffpreise haben. Solange die großen internationalen Volkswirtschaften wie die USA, China und die der Eurozone stabil sind oder gar wachsen, wird auch die Nachfrage nach Rohstoffen und Energie sich nicht vermindern.

Die vielleicht einzige Ausnahme dieser Regel ist das Gold, dessen Preis vor allem dann anzuziehen pflegt, wenn die globale wirtschaftliche oder politische Lage unsicher ist. Wie in einem kürzlichen Blog-Eintrag diskutiert, wird Gold üblicherweise als “sicherer Hafen” unter den Investmentoptionen verstanden.

Auch wichtig ist, dass die meisten Rohstoffe, inklusive Gold und Öl, in US-Dollar gehandelt werden. Eine gegenüber dem US-Dollar im Wert sinkende Währung kann also alleine für einen relativen Preisanstieg dieser Rohstoffe verantwortlich sein – je nachdem, in welcher Währung man zu handeln gewohnt ist.

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Market View vom 08. Januar 2015

Öl und Euro wirken positiv

Nach dem etwas holprigen Jahresauftakt melden sich wieder die Käufer zurück. Beim S&P 500 lockte wie erwartet der Rücksetzer an die 100-Tage-Linie einige Schnäppchenjäger an. Zudem beruhigte die Fed, eine Leitzinserhöhung wird es vor April nicht geben. Nach Meinung der Notenbanker hat der niedrige Ölpreis der US-Konjunktur sogar Rückenwind verliehen, ähnliche Effekte erhoffen sich Anleger nun auch für europäische Unternehmen. Zudem verbessert die anhaltende Talfahrt beim Euro die Absatzchancen der Konzerne auf den Weltmärkten, zu Handelsbeginn werden Kurse von 1,18 Dollar aufgerufen. Beste Voraussetzungen für den DAX, der rund 1,4 Prozent höher bei 9650 Punkten erwartet wird. Sicherheit ist hingegen weniger gefragt, Gold nähert sich wieder der Marke von 1200 Dollar je Feinunze. Weiterlesen

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Market View vom 07. Januar 2015

Airbus und Manz – bitte anschnallen

Auf den ersten Blick sind die Vorgaben aus Übersee erneut wenig hilfreich für den DAX. Schaut man genauer hin, sieht die Sache nicht ganz so schlecht aus. Im späten Handel erholten sich die wichtigsten US-Indizes von ihren Tagestiefs, ein gutes Signal. Besonders der S&P 500 steht an einer kritischen Marke. Im Bereich um 2000 Punkte verläuft die steigende 100-Tage-Linie – seit Mitte 2013 endete nahezu jeder Rücksetzer am Gleitenden Durchschnitt. Zumindest eine kurze Gegenbewegung ist nun recht wahrscheinlich, der DAX steht vorbörslich mit 9520 Punkten deutlich höher. Viel Bewegung gibt es besonders in der zweiten Reihe. Berichten zufolge hat Airbus seinen Rivalen Boeing im vergangenen Jahr im Neugeschäft übertroffen. Noch stärkere Kursbewegungen zeichnen sich bei Manz ab. Im Geschäftsbereich Battery erhielt das Unternehmen mehrere Großaufträge im Volumen von 40 Mio. Euro. Nach den Verlusten in den vergangenen Monaten könnte die Aktie nun eine Erholung starten. Weiterlesen