Market View vom 7. Oktober 2014

Kein Zinsschritt in Japan

Die japanische Notenbank hat heute früh ihre Geldpolitik nicht verändert und sieht sich auf einem guten Weg, das Ziel einer 2prozentigen Inflation zu erreichen. Die Yen-Schwäche hilft dabei. Daher sorgt sich die Notenbank auch nicht um den jüngsten Preisverfall der heimischen Währung. Die Aktienmärkte in Asien reagieren allerdings kaum auf diese Aussagen, der Nikkei verliert sogar leicht. Der Yen neigt nach diesen Aussagen zur Schwäche und liegt wieder über der Marke von 109 Yen zum USD. Der DAX lässt sich anstecken und notiert vorbörslich bei rund 9160 Punkten.

 

DAX-Ranglisten

Oft genügt ein Blick in die Siegerlisten nach einem schwachen DAX-Tag, um zu erkennen, welche Aktien die Investoren nach einer Schwäche wieder haben wollen und wo die wahren Comeback-Aktien liegen. Zum Wochenstart waren dies im DAX die heiß gehandelten Titel von Lufthansa und Commerzbank, im MDAX Airbus, TUI und Hochtief. Beachtlich war, dass sich die Titel auch noch gut hielten, als der Gesamtmarkt am Nachmittag merklich von seinen Tageshöchstständen zurückgekommen war. Nordex und Dialog führten im TecDAX die Aufholliste an, ehe sie am Nachmittag von Nemetschek abgelöst wurden. Nemetschek ist neben Morphosys die einzige Aktie, die auf drei, sechs und 12 Monate jeweils zweistellig im Plus notiert.

 

Ölpreis im Sinkflug

Sowohl der Brent- als auch der WTI-Ölpreis bleiben unter Druck. Im morgendlichen Handel kann sich WTI-Öl zwar leicht erholen und die 90 Dollarmarke zurückerobern, doch gestern schloss WTI fast auf einem 52-Wochentief. Im Jahresverlauf büßte der Preis rund 8 Prozent ein, viel stärker ging es aber beim Brent-Öl zur Sache. Diese Ölsorte verlor in etwa 16 Prozent. An den wirtschaftlichen Rahmendaten hat sich nichts geändert: Das weltweite Angebot ist durch die starke Förderung der Amerikaner reichlich und die Krisen im Irak oder Syrien können die Ölversorgung nicht nachhaltig aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Samsung schwächelt

Apple-Konkurrent Samsung hat sich zur Geschäftsentwicklung in diesem Jahr geäußert. Im dritten Quartal erwartet das südkoreanische Tech-Unternehmen einen Rückgang des operativen Geschäfts um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Gewinn werde wohl umgerechnet 3,1 Milliarden Euro betragen. Die zunehmende Konkurrenz aus China macht dem Konzern zu schaffen, insbesondere im Bereich der Smartphones. Der Umsatz wird auch deutlich geringer ausfallen und rund 20 Prozent tiefer als im Vorjahr erwartet.

Die oben erwähnten Markteinschätzungen und Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung des Autors wider und nicht die von ayondo. Dieser Service ist ausschliesslich zu Informationszwecken bestimmt und stellt keine Beratung oder Investmentempfehlung dar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.